Finde die perfekten Namen für deine Charaktere

Er nahm mein Gesicht in seine Hände, blickte mir tief in die Augen und sagte: „Du bist mein Ein und Alles. Ich liebe dich, Amely-Gisele.“

Stimmungskiller!

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich habe immer so meine Probleme mit Büchern, bei denen mir die Namen der Charaktere so gar nicht gefallen. Dadurch fällt es mir schwerer, mich in die Person hineinzufühlen. 

Aber das Finden von Namen ist ein Thema, das meiner Meinung nach oft vernachlässigt wird. Dabei ist gerade das zu Beginn des Schreibprozesses oder der Charakterentwicklung eine wichtige Sache. Wie ich die (für mich) richtigen Namen für meine Protagonisten finde, erzähle ich dir heute.

Geschmacksache

Ja, Namen sind Geschmacksache. Aber sie sollten auch zum Stil des Buchs passen. Wenn deine Geschichte beispielsweise in Deutschland spielt, dann sollte deine Protagonistin bestenfalls nicht Oprah heißen. Was nicht bedeutet, dass du keine außergewöhnlichen Namen verwenden solltest. Denn diese bleiben eher im Gedächtnis als solche wie Lukas oder Lisa.

In einem Fantasy-Roman, der in einer fiktiven Welt spielt, sieht die Sache schon wieder anders aus. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und die ungewöhnlichsten Namen verwenden. Warum? Weil es zum Genre passt, und auch den Geist der Geschichte widerspiegelt.

Wir halten also fest: Die Namen sollten an Genre und Region angepasst sein.

Anna, Anika und Andrea – die drei besten Freundinnen

Aber – wer war noch mal wer? Versuche, in einer Geschichte nicht zu viele ähnliche Namen zu verwenden. Besonders bei wichtigeren Figuren. Ansonsten kommt der Leser schnell ins Schleudern. Zu Beginn der Geschichte kennt er deine Charaktere  ja noch nicht so gut. Da kann es schnell mal zu Verwechslungen und Unklarheiten kommen.

Es gilt also: Versuche, nicht zu ähnliche Namen zu verwenden. 

Die Chemie muss stimmen

Gib es zu: Auch du hast dein OTP, dein One True Pairing. Also das Traumpaar schlechthin. Du kennst das bestimmt aus Filmen oder Serien. Es gibt so Pärchen, die gehören einfach zusammen. Da passt alles. Auch die Namen.

Für mich wäre so ein OTP (abseits meiner eigenen Bücher) Hanna und Caleb – oder Haleb – aus Pretty Little Liars. Ich liebe die beiden einfach. Ihre Geschichte und alles, was dazu gehört. Und du merkst: Ihre Namen passen super zusammen. 

Um die perfekten Pärchennamen zu finden, nehme ich mir immer viel Zeit. Ich suche mir zuerst passende Namen für beide Charaktere aus. Und dann fange ich an, meine Favoriten miteinander zu kombinieren. Wenn du das mal versuchst, wirst du feststellen, dass manche Namen gar nicht zusammenpassen. Und bei manchen entsteht schon die pure Chemie, obwohl es noch nicht einmal eine Geschichte dazu gibt. Das ist der Zauber der Namen.

Woher nehme ich meine Namen?

Eine Zeit lang habe ich meine Charaktere immer nach meinen Lieblingsbandmitgliedern benannt. Du kennst Andy aus The Last Desire? Andy Biersack. Alex und Jack aus den Chroniken der Zehn? Alex und Jack von All Time Low. Elisas Bruder Oliver? Oli Sykes von Bring Me The Horizon.
 
Später, als mir die Namen ausgegangen sind, habe ich einfach ein wenig im Internet gesucht. Es gibt da jede Menge Seiten für Babynamen in verschiedenen Sprachen. Danach habe ich mir eine Liste angelegt, die Mädchen- und Jungennamen sowie Nachnamen enthält. Immer, wenn ich eine neue Figur einführe, gehe ich die Liste durch und suche mir wieder ein paar Favoriten raus. Hin und wieder lasse ich meine Stammleser entscheiden, welcher Name es werden soll. Aber am liebsten wähle ich natürlich immer noch selbst. Denn es muss nicht nur die Chemie zwischen den Figuren, sondern auch zwischen Autor und Charakter stimmen.
 
Wenn ich den Namen der Figur hasse, wird sie bestimmt nicht lange im Buch bleiben (; 

Hör auf dein Bauchgefühl

Ich habe es dir gerade schon gesagt: Du bist der Autor, du entscheidest. Und wenn du deine in Bayern lebende Protagonistin gern Amely-Gisele nennen möchtest, weil du den Namen super findest, dann mach das. Ich bin mir sicher, es wird irgendwo da draußen einen Kevin-Pascal geben, der diesen Namen ganz hinreißend findet. Denn wie bereits erwähnt: Geschmäcker sind verschieden. Mach das, was dir gefällt und Freude bereitet. 

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Gehörst du auch zum Typ Mensch, der allein bei dem Wort „Morgenroutine“ schon gähnen muss?

Sei ehrlich: Wie lange bist du schon wach? Ich muss gestehen, dass ich als  Jugendlicher nie ein Frühaufsteher war. Aber das hat sich geändert. Mittlerweile bin ich sehr viel organisierter und auch produktiver als früher. Aber die längste Zeit habe ich meine Bücher neben einem Vollzeitjob geschrieben. Und weißt du was? Es geht auch. Wie du mit Hilfe einer Morgenroutine das beste aus deinem Tag rausholst, das erzähle ich dir in diesem Artikel!

Posted by:Nina Hirschlehner

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