„Nur weil du ein Buch geschrieben hast, bist du noch lange kein Autor!“

Das ist etwas, das ich sehr oft lese. Aber stimmt es? Oder wird man allein durch das Schreiben schon zum Autor? In meinem heutigen Artikel befassen wir uns mit der Frage: „Wie werde ich eigentlich Autor?“ Wir plaudern mal darüber, was einen Autor ausmacht und welche Voraussetzungen es gibt, um einer zu werden.

Eine Frage, die ich super oft gefragt werde: „Aber Nina, wie werde ich überhaupt ein Autor? Kann ich das auch, oder habe ich nicht das Zeug dazu?“

Natürlich ist es schwer für mich, diese Frage für dich zu beantworten, immerhin kenne ich dich nicht. Es gibt ein paar Voraussetzungen, die du erfüllen musst, um ein Autor zu werden. Aber prinzipiell lautet meine Antwort: Vielleicht.

Früher war ich der Überzeugung, dass jeder ein Autor werden kann. Zumindest jeder, der es ernst meint und nicht gleich nach der ersten Hürde wieder aufgibt. Die Wahrheit ist aber, dass viele Leute schlichtweg kein Talent dafür haben. Aber wir gehen hier einfach mal davon aus, dass du sehr wohl das Zeug dazu hast.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Autor zu werden?

Beginnen wir mal ganz vorne. Angenommen, du hast noch keine Ahnung vom Schreiben. Dein ganzes Manuskript besteht nur aus einem leeren Blatt Papier und eigentlich weißt du auch gar nicht, wie du das Buch dann an den Leser bringst. Du stehst also ganz am Anfang.

Aber du hast den Willen. Du hast eine Idee und möchtest gerne ein Buch schreiben. Damit wären wir auch schon bei der allerersten (und meiner Meinung nach wichtigsten) Voraussetzung angelangt: Der Idee.

1.) Die Grundidee

Wenn du keine Ideen hast, worüber willst du dann schreiben?

Zu Beginn machst du dir vielleicht viele Gedanken über deinen Schreibstil, die Länge, eine Fortsetzung und so vieles mehr. Doch das alles ist erst einmal nebensächlich, denn es entwickelt sich von ganz allein. Beim Schreiben ist es so, wie bei allen anderen Dingen im Leben: Übung macht den Meister. Je mehr du schreibst (und auch liest), desto besser wirst du und desto schneller findest du deinen eigenen Schreibstil.

2.) Sei ein Macher

Doch auch die beste Idee nützt dir nichts, wenn du nicht anfängst. Wenn du meine anderen Artikel gelesen hast, dann weißt du, wie wichtig mir dieser Punkt ist: FANG EINFACH AN. Planung ist gut, Umsetzung ist tausend Mal besser. Woher willst du wissen, dass dir das Schreiben Freude bereitet, wenn du es nicht versuchst?

Jede Minute, die du in die Planung steckst, ist verlorene Zeit, wenn dir die Umsetzung keine Freude bereitet. 

Dieser Tipp richtet sich vor allem an die Ich-will-irgendwann-mal-ein-Buch-schreiben-Menschen. Davon kenne ich mehr als genug. Sie sind immer und überall und wenn ich ehrlich sein soll, nehme ich solche Aussagen gar nicht ernst. Du willst irgendwann mal ein Buch schreiben? Dann wirst du es niemals tun. Du kennst den Spruch: Jetzt oder nie.

Arbeitsplatz für Autoren

3.) Sei offen und lerne immer dazu

Selbst der Beste in seinem Gebiet kann immer noch etwas Neues lernen. Also glaub nicht, dass dir die Weisheit in die Wiege gelegt wurde. Man kann nie genug lernen, merk dir das!

Für Autoren heißt das: Lies viel! Und damit meine ich nicht nur Schreibratgeber. Lies die Bücher deiner Konkurrenz. Nicht nur bekommst du dadurch ein besseres Gefühl für die deutsche Sprache. Dein Schreibstil wird sich dadurch weiter verbessern.

Wichtig ist also: Übung, Übung, Übung.

Gibt es etwas, das ich vor dem Schreiben beachten sollte?

Bevor du loslegst, solltest du dir über so einiges Gedanken machen:

  • Welche Art von Buch will ich schreiben? Soll es ein Jugendbuch werden? Ein Roman? Eine Fantasy-Geschichte?
  • Notiere dir Ideen, die du in der Geschichte unterbringen willst. Dazu gehören auch Namen, Charaktereigenschaften der Protagonisten, Orte, Ereignisse und was sonst noch wichtig für die Story ist. So kannst du später nicht durcheinander kommen.
  • Der Umfang der Geschichte ist zu Beginn nebensächlich. Mach dir keinen Druck so und so viele Seiten schreiben zu müssen. Schreib einfach drauf los und sieh, wie sich das Ganze entwickelt.

Wie bezwinge ich die Selbstzweifel?

Ich weiß, ich weiß. Einfach anfangen – das ist leichter gesagt als getan. Es gibt immer Zweifel. Wird überhaupt jemand lesen, was ich schreibe? Interessieren sich die Leute für mich und meine Geschichten? Ist meine Geschichte gut genug?

Ich verstehe das. Mir ging es anfangs nicht anders. Richtig sicher wird man erst, wenn man Rückmeldungen von anderen bekommt. Sobald dir jemand sagt, dass das, was du schreibst, gut ist, wächst dein Selbstvertrauen steil an.

Aber auch hier gilt: Erst mal anfangen, dann weitersehen.

Am besten suchst du dir einen Testleser. Das kann auch ein Freund oder Familienmitglied sein. Besser ist es jedoch, die Meinung eines Fremden einzuholen. Denn jemand, der dich nicht kennt, wird keine Angst haben, deine Gefühle zu verletzen. Das klingt jetzt erst einmal hart, aber Kritik ist wichtig. Nur so kannst du besser werden. Und das ist es ja, was du willst!

Wenn du schon mal ein paar Kapitel geschrieben hast, mit denen du zufrieden bist, dann kannst du sie auf Schreibplattformen wie WattpadSweek oder Bookrix stellen. Dort findest du ein breiteres Publikum und bekommst ehrliche Rückmeldungen.

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Das waren meine wichtigsten Tipps, die dir helfen sollen, einen Einstieg in die Buchwelt zu finden. Was ist für dich der wichtigste Tipp? Oder hast du vielleicht schon angefangen, zu schreiben?

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Alles Liebe, 
deine Nina

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Posted by:Nina Hirschlehner

6 replies on “Wie werde ich eigentlich Autor?

  1. Huhu du Liebe 😊
    Der Beitrag ist, genauso wie die anderen Texte, einfach klasse… Sehr informativ und hilfreich. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Beiträge 😊

    Ich bin auch dabei, eine Fantasy-Geschichte zu schreiben… So viele Ideen zu Geschichten geistern mir im Kopf herum… Und der wichtigste Tipp von deinen aufgelisteten Punkten ist für mich: Fang einfach an.

    Und das werde ich wieder umsetzen. Anfang letzten Jahres habe ich mit der Story angefangen, nur leider gab es beruflich und privat so einiges, was mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat und ich einfach weder den Kopf, die Kraft und die Motivation fürs Schreiben hatte. Aber so langsam geht es wieder bergauf und ich packe es erneut an, sobald ich mir einen passenden Schreibort hergerichtet habe. Ich brauche nämlich unbedingt einen Schreibtisch und eine „Orga-Wand“, wo ich sämtliche Infos zur Geschichte anpinnen kann.
    Das wäre doch auch eine Idee für einen der nächsten Beiträge… Oder? 🙈

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 🍀

    1. Danke liebe Sabrina, das freut mich echt zu hören!

      Oh ja, der Ort zum Schreiben ist auch mega wichtig. Ich schreibe gern was zur Organisation & co.

      Und ich freue mich, dass du dem Schreiben noch eine Chance geben möchtest. Ich bin echt gespannt, was du so im Kopf hast. Wenn der Blog ein wenig mehr Reichweite hat könnte ich mir darauf auch ein kleines Schreibforum vorstellen. Vielleicht bekomme ich dann ja auch mal was von dir zu lesen!

      Dir auch ein schönes Wochenende!

      Alles Liebe
      Nina

  2. Hallo Nina,

    ein toller Artikel und ich musste über die Stelle Ich-will-irgendwann-mal-ein-Buch-schreiben grinsen. Ich habe jetzt bereits zwei kleine Geschichten veröffentlicht und in diesem Zuge den Satz auch öfters gehört. Wenn ich dann nachfrage, was sie daran hindert, jetzt bereits damit zu beginnen, kommen so viele Ausreden, aber vor allem die Zeit vorneweg.
    Da kann ich nur sagen, wer wirklich schreiben will, schreibt auch nachts, wenn er tagsüber arbeiten muss. Zumindest geht es mir immer so, wenn ich im Schreibfluss bin und unbedingt die Wörter aus dem Kopf auf das Papier wollen. Einen Vollzeitjob habe ich nämlich auch.

    Vielen Dank also nochmal für den schönen Artikel, er spricht mir aus der Seele.

    Liebe Grüße Nella

    1. Liebe Nella,

      da bin ich absolut deiner Meinung. Wenn man es wirklich will, dann macht man es auch. Und wenn man es nicht macht, dann will man es nicht wirklich.

      Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt!

      Alles Liebe
      Nina

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