Woher wusste ich, dass mein Buch bereit für die Öffentlichkeit ist?

Hast du auch manchmal das Gefühl, an einem Buch zu arbeiten, das niemals fertig wird? Und damit meine ich nicht, dass es kein Ende findet. Es gibt einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss. Die Geschichte ist also abgeschlossen. Und doch fühlt sie sich so unfertig an. So als würde sie niemals bereit für die Öffentlichkeit sein.

Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Und ich weiß auch, wie ich es überwinden kann. Darum habe ich dir heute ein paar Tipps mitgebracht, wie auch du endlich mit deinem Werk abschließen kannst.

Sind wir mal ehrlich: Jedes neue Buch ist ein Herzensprojekt. Es ist für uns unfassbar wichtig und wir wollen einfach nur das Beste daraus machen. Und genau deshalb haben wir hin und wieder das Gefühl, einfach nicht mit aus der Überarbeitungsphase rauszukommen. Was aber auch bedeutet, dass sich das Buch niemals auf den Weg zum Verlag oder zum Leser machen kann. Es wird niemals die Öffentlichkeit erreichen.

Ist das nicht schade?

Gerade weil wir unsere Geschichten lieben, sollten wir uns auch von ihnen trennen können. Wow, klang das dramatisch. Aber ich denke, du weißt, was ich meine. Es geht darum, zu sagen: „So. Meine Geschichte ist fertig und sie ist gut so, wie sie ist. Ich habe das Beste daraus gemacht.“ Wie mir das gelingt, erzähle ich dir jetzt.

1.) Abstand gewinnen

Das klingt so banal, ist aber meine aller wichtigste Regel. Nach dem Schreiben lege ich das Manuskript für mindestens ein paar Wochen zur Seite. Genauso nach der ersten Überarbeitung. Zwar verlängert das den Entstehungsprozess, aber gut Ding braucht Weile.

Wenn ich nach einigen Wochen die Datei öffne und die ersten paar Zeilen im Schlaf auswendig aufsagen könnte, dann weiß  ich, dass es noch zu früh ist, um an der Geschichte weiterzuarbeiten. Ich muss Abstand gewinnen. Vergessen, was ich geschrieben habe. So kann ich mich besser in die Schuhe des Lesers hineinversetzen und mich selbst von der Geschichte überraschen lassen. Im besten Fall bin ich begeistert von dem einen oder anderen Plottwist und gefangen von den schönsten Szenen. Das gibt mir die Sicherheit zu sagen: Ja, das ist ein super Buch!

2.) Testleser

Damit meine ich nicht deine Mama oder deine Schwester. Ich meine echte Testleser, die keine Angst davor haben, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Sie werden dir sagen, wo in deinem Manuskript noch offene Stellen sind.

Als Autor ist man oft auf sich selbst gestellt. Man muss viele Entscheidungen auf eigene Faust treffen und danach mit den Konsequenzen leben. Das ist nicht immer leicht. Aber gerade bei so einer wichtigen Sache wie deiner Geschichte kannst du ruhig andere um Hilfe bitten. Sag den Testlesern, wo du dir unsicher bist und worauf sie achten sollen. Sei froh über jede Kritik, denn auf diese Weise kannst du deine Geschichte besser machen und deine eigenen Zweifel aus dem Weg räumen.

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3.) Ist die Heldenreise komplett?

Wenn ich das Gefühl habe, die Geschichte ist noch nicht ganz rund, dann werfe ich gerne noch einen Blick auf die Heldenreise. Habe ich jeden Punkt bearbeitet und auch nichts übersprungen? Das ist für mich immer ein ganz wichtiger Punkt.

Wenn du nicht weißt, was die Heldenreise ist, dann schau gerne in meinem Kurs „SCHREIB DEIN BUCH: Basiskurs“ vorbei, dort erkläre ich dieses Thema noch einmal ganz genau. Wenn du noch neu im Autoren-Business bist, dann ist dieser Kurs bestimmt sehr hilfreich für dich. Wir arbeiten deine Geschichte Schritt für Schritt aus und durchlaufen die verschiedenen Stadien des Manuskripts: die Grundidee, das Ausarbeiten, das Schreiben, das Überarbeiten und das Feedback holen.

4.) Hör auf dein Herz

Klingt das nicht wie ein Intro eines 90er-Jahre Anime-Hits? So wie „Leb deinen Traum“ oder „Wir werden Sieger sein“? (Ganz nebenbei: Ich liebe diese Songs. Ich finde sie so motivierend!)

Aber jetzt mal im Ernst: Eine Geschichte ist allein dein Projekt. Es liegt in deiner Hand. Am Ende kann dir niemand sagen, ob das Buch fertig ist oder nicht – das kannst nur du selbst. Oft ist es richtig toll, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Aber auf der anderen Seite birgt das auch Risikos.

Natürlich frage ich mich vor jeder Veröffentlichung, ob das Buch auch wirklich gut ist oder nicht. Mein gutes Gefühl kann mich auch täuschen. Aber woher soll ich das wissen, wenn ich es nicht versuche? Wenn du dein Buch niemals veröffentlichst, wirst du nie erfahren, wie es ankommt. Es bleibt immer ein Restrisiko, aber ist es das nicht mehr als wert?

Man weiß nie, wozu man fähig ist, bis man aufsteht und es versucht.

Rede mit mir! 

Sag mir gerne in den Kommentaren, was deine Gedanken zu diesem Thema sind. Und auch, was dich als Autor am meisten beschäftigt. Welches Problem sollen wir uns als nächstes vorknöpfen? Ich freue mich auf deinen Vorschlag!

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Alles Liebe, 
deine Nina

Posted by:Nina Hirschlehner

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