Plotten

Auf meinem Instagram-Profil habe ich auch diese Woche wieder nachgefragt, welche Themen angehende Autoren besonders interessieren. Die Antwort der Woche: Das Plotten.

Also hol die Stift und Notizbuch. Heute wird eine neue Geschichte ausgearbeitet.

Ganz grob haben wir dieses Thema ja schon einmal angeschnitten. Ganz grob deshalb, weil das Plotten sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und auch mehrere Phasen beinhaltet. Heute schauen wir uns aber mal genauer an, wie meine Plotarbeiten so aussehen.

Was ist eigentlich der Plot?

Der Plot ist die Handlung deiner Geschichte. Also die tragenden Elemente. Beim Plotten arbeitest du den Inhalt deines Buchs aus. Das ist vor allem hilfreich, wenn du nur eine „kleine“ Grundidee hast.

Beispiel gefällig?

Vielleicht kennst du ja mein Buch „Lass uns Träume sammeln„. Die Geschichte handelt genau davon, was der Titel verspricht: Dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen. Und, dass man ganz fest an sich selbst glauben muss.

Doch am Anfang stand eine Idee. Und die handelte nicht etwa von Träumen. Die Grundidee zu „Lass uns Träume sammeln“ war folgende: 

 Ein Mädchen verliebt sich in einen Jungen. Seine Freundin ist ausgerechnet die Person, die Claire während ihrer gesamten Highschoolzeit gnadenlos niedergemacht hat.

Das ist die Grundidee. Danach muss „nur noch“ das Ganze drumherum ausgearbeitet werden. Und das nennt sich plotten.

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Wie finde ich originelle Ideen für meinen Plot?

Viele Autoren verzichten auf das Plotten und stürzen sich direkt auf die Geschichte. Das habe ich früher auch so gemacht. Ich habe mich mehr oder weniger treiben lassen. Aber weißt du was? Das Plotten macht mir wahnsinnigen Spaß und ich mache es mittlerweile richtig gern. Vor allem, weil ich dadurch mehr Struktur in die Geschichte bringe und bei Schreibblockaden auf andere Szenen ausweichen kann.

Im Laufe des Tages kommen mir immer wieder Ideen wie die oben beschriebene. Es sind ganz kurze Gedankenblitze. Zu wenig, um darauf direkt eine ganze Geschichte zu machen. Aber zu gut, um sie gehen zu lassen.

Also sammle ich alle Ideen in einem Notizbuch zusammen. Wenn ich dann ein neues Projekt beginne, blättere ich durch alle Gedankenblitze und suche mir die raus, die zur Geschichte passen könnten. So zeichnet sich langsam ein Bild ab und ich bekomme eine Vorstellung, wie das Buch dann schlussendlich aussehen wird.

Wie sieht das Plotten bei mir aus?

Meistens habe ich für meine Geschichten schon ein paar Songs, die für mich die Stimmung widerspiegeln. Bei „Lass uns Träume sammeln“ war mein Hauptsong „Just Hold On“ von Louis Tomlinson. (Auch heute bekomme ich noch eine Gänsehaut, wenn ich das Lied höre, weil ich immer an Claires und Jamies Geschichte denken muss.)

Ich nehme mir also ein Stück Papier, schalte den Song oder die Playlist an und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Ich schreibe alles auf, was mir so dazu einfällt. Namen, Orte, Zitate. Einfach alles. Es muss dann nicht alles ins Buch reinkommen. Aber ich will so viele Ideen wie möglich sammeln. Denn jeder Gedanke entfacht einen neuen.

Am Ende suche ich mir dann das Beste aus allen Ideen raus und versuche, daraus eine Geschichte zusammenzubasteln.

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Ausführlich oder nur ungefähr – das ist dir überlassen

Meistens bin ich an diesem Punkt schon so ungeduldig, dass ich unbedingt loslegen möchte. Oft schreibe ich die ersten paar Kapitel und komme dann zurück zum Plotten.

Das mache ich, weil ich die Geschichte dann schon ein wenig „besser kenne“. Ich konnte mir schon mal einen Eindruck von den Charakteren und meinem Schreibstil für das Buch verschaffen. Dadurch fällt es mir leichter, weiter zu planen.

Wie viel Zeit du in das Plotten steckst, ist ganz dir überlassen. Oder ob du überhaupt plottest. Nur weil es für mich klappt, bedeutet es nicht, dass das auch auf dich zutrifft. Aber versuch es zumindest mal. Womöglich gewinnst du noch ein paar neue Ideen dazu! 

Rede mit mir! 

Hast du schon mal ein Buch geschrieben? Wenn ja: Mit oder ohne Plotten? Was sind deine Erfahrungen damit?

Besuche mich und meine Bücher gerne auf 
meiner offiziellen WebsiteIch freue mich, dort von dir zu hören!

Alles Liebe, 
deine Nina

Kennst du das? Den Traum vom eigenen Buch?

Wenn ich mit jemandem über das Thema Schreiben spreche, dann gibt es exakt zwei Sätze, die ich JEDES MAL höre.

Nummer 1: Ich würde auch so gern mal ein Buch schreiben!

Nummer 2: Aber ich habe keine Ahnung, wie ich das angehen soll.

Posted by:Nina Hirschlehner

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