Na, schreibst du mal wieder an einem Buch? Wer kennt diesen Satz nicht? Für Außenstehende wirkt es so, als hätten Autoren nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag zu schreiben. Aber was ist mit den anderen tausend Jobs, die notwendig sind, um ein Buch auf den Markt zu bringen? Davon redet niemand.

Dabei ist das Schreiben oft noch der einfachste Part im Autorenleben.

 

Wer Autor werden will, sollte wissen, worauf er sich einlässt – ein Job? Tausend Jobs!

Wenn ich mich jemandem vorstelle, dann sage ich: Hallo, ich bin Nina – selbstständige Autorin.

Und dann beiße ich mir auf die Zunge, um den Satz nicht zu Ende zu sprechen. Denn eigentlich sollte er lauten: Hallo, ich bin Nina – selbstständige Autorin, Designerin, Marketingexpertin, Buchhalterin und Mädchen für alles in meinem eigenen Unternehmen.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen?

Wenn du noch nicht zu Schreiben begonnen hast, weißt du vielleicht noch gar nicht, worauf du dich einlässt. Womöglich hast du keine Ahnung, was es bedeutet, ein Autor zu sein. (Wenn das so ist, dann lies dir hier mal den Artikel „Wie werde ich eigentlich Autor“ durch!)

Wenn du schon mal ein Buch (selbst) veröffentlicht hast, dann weißt du ja, dass mehr dazu gehört, als nur das Schreiben. Besonders im Selfpublishing musst du ein wahres Allroundtalent sein.

Die berühmte Spitze des Eisbergs

Meine Oma fragt mich oft: Und, was machst du heute? Schreibst du wieder?

Wenn ich dann erkläre, dass ich eigentlich gerade an der Überarbeitung sitze, mir eine neue Marketingstrategie für die Veröffentlichung ausdenke und noch ein Cover fertigmachen muss, schaut sie mich immer mit großen Augen an.

„Aha. Da kenn ich mich nicht aus.“

Ja, woher denn auch? Es ist ja mein Job, nicht ihrer. Ich hab ja auch keine Ahnung, wie mein Freund Klimaanlagen installiert. Welches Werkzeug er benutzt, wie er das Ding anschließt und alles, was dazugehört. Er geht ja nicht zum Kunden, stellt das Gerät am Boden ab und sagt: „Danke für Ihren Einkauf“.

Und genauso wenig schreibe ich eine Geschichte, lehne mich zurück und sage: „Und jetzt hackt euch in meinen PC und lest die Geschichte und gebt mit dafür Geld.“

So funktioniert das nicht. 

Um dir nun einen kleinen Einblick in das Autorenleben (und die damit verbundenen erwähnten tausend Jobs) zu gewähren, habe ich heute eine kleine Übersicht mit den Kernkompetenzen eines Autors – beziehungsweise eines Selfpublishers – erstellt.

 

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Nummer 1: Marketing

Um dein Buch an den Leser zu bringen, musst du dich mit dem Thema Marketing befassen. Du musst wissen, wer deine Zielgruppe ist, was sie anspricht, wie du einen Klappentext schreibst, der Leser anzieht und vieles mehr.

Auch, welche Social Media Plattformen du wie führen solltest und wie du dein Buch dort bewirbst.

Nummer 2: Grafikwissen

Ich spreche jetzt nicht davon, dass du losgehen und dein Cover direkt selbst gestalten solltest. No way. Dafür rate ich dir immer, einen Coverdesigner deines Vertrauens zu beauftragen.

Aber bestimmt möchtest du deinen Grafiker nicht für alles bemühen. Ich rede hier von Kleinigkeiten wir deinem Instagram-Profil oder Zitatbildern. Dafür ist es wichtig, dass du Ahnung von dem hast, was du tust. Es soll schließlich die Leser ansprechen.

Nummer 3: Rechtliches Grundverständnis

Nur um das klarzustellen: Ich bin auf gar keinen Fall ein Jurist und will dir auch gar keine rechtlichen Ratschläge geben. ABER ich lege dir nahe, dich in gewisse Bereiche gut einzulesen, um in keine Fallen zu tappen.

Beispiele: Die richtige Kenntzeichnung von Facebook-Gewinnspielen, die Impressumspflicht, die Zwei-Phasen-Bestätigung bei Newsletteranmeldungen, das Impressum im Newsletter, wie man Werbung richtig kennzeichnet, Steuern beim Verkauf von Büchern, DSGVO, Verpackungsgesetz und noch so vieles mehr.

Man kann sehr viel falsch machen, wenn man keine Ahnung von dem hat, was man tut. Also nimm dir die Zeit und informiere dich richtig!

Nummer 4: Organisation

Wenn du wirklich erfolgreich mit deinem Buch sein möchtest, dann ist die richtige Organisation unabdinglich. Es ist wichtig, dass du weißt, wie du vorgehst und nichts überstürzt.

Besonders, wenn du neben dem Hauptberuf an deiner Geschichte arbeitest, musst du wissen, wie du deine Zeit richtig einteilst, um voranzukommen. Vielleicht in diesem Zusammenhang ganz interessant: Mein Buchtipp – Die 4 Stunden Woche*.

Nummer 5: Menschlichkeit

Es ist fast traurig, dass ich diesen Punkt anführen muss. Aber manche Autoren haben absolut kein Gespür für die Menschen um sich herum. Sie schicken ungefragt Links zu ihren Büchern, zwingen Blogger, nur 5 Sterne-Rezensionen zu verfassen, fügen dich ungefragt zu Gruppen ihrer Bücher hinzu und sind überheblich ohne Ende.

Hattest du schon mal mit einem Autor wie diesem zu tun? Wirst du sein Buch kaufen? Nein.

Es tut nicht weh, nett zu anderen zu sein. Freundlich zu bleiben. Sich für andere zu interessieren. Menschlich zu sein.

Vielleicht ist das sogar die wichtigste Kernkompetenz auf dieser Liste.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche Kompetenz empfindest du als die wichtigste? Habe ich in meiner Aufzählung eine Vergessen? Schreibe es mir in die Kommentare!

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Posted by:Nina Hirschlehner

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